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20. September 2016

Bitcoin, FinTech, InsurTech - bestehen Auswirkungen auf Aktuare?

Seit im Jahr 2008 die Digitalwährung BitCoin "auf der Welt" ist, hat sich die digitale Finanzwelt sehr schnell weitergedreht. Eine große Anzahl weiterer Digitalwährungen existiert und beeinflusst die Finanzwelt. Das zugrundeliegende digitale Transaktionsverzeichnis "Blockchain", das ohne eine vertrauenswürdige Institution auskommt, übt große Anziehungskraft auf neue und auch auf bestehende Organisationen – vor allem Banken, aber auch Versicherungen – aus.

Unter diesem Titel hat Mathias Ott, Aktuar und Vorstandsvorsitzender der HBA-Consulting AG am 16. August 2016 im Rahmen des qx-Clubs Köln/Bonn/Düsseldorf vorgetragen. Der qx-Club gastierte im August bei der Forschungsstelle FaRis der TH Köln.

Der Vortrag gab einen kurzen Einstieg in BitCoin und Blockchain, um dann in einem Überblick die digitalen Einflüsse auf Banken und Versicherungen zu beleuchten. Welche Geschäftsmodelle lassen sich beobachten und wer sind die Akteure? Letztlich ging es für Aktuare um die Fragestellung, welchen Einfluss die Digitalisierung von Währung und Transaktionen auf unsere gewohnten Geschäftsmodelle und Arbeitsinhalte haben werden. In einem Ausblick wurden aktuelle Handlungsfelder und der regulatorische Rahmen betrachtet.

Über 100 interessierte Zuhörer stellten fest, dass es sich nicht nur um Herausforderungen für Aktuare handelt, sondern sehr viele Prozesse in den Versicherungsunternehmen und sogar das Geschäftsmodell selbst betroffen sein können.

„Insurtech und Digitalisierung sind zwei Seiten derselben Medaille“, so Mathias Ott, der sich seit längerer Zeit mit diesen Veränderungen im Geschäftsmodell von Versicherungen auseinandersetzt.

„Einige Anbieter – darunter vermehrt neue Marktteilnehmer – nutzen die Digitalisierung, um ein komplett virtuelles Umfeld für Versicherungskunden bereitzustellen. Besonders interessante Ansätze scheint es hier im Bereich der Krankenversicherung und der industriellen Sachversicherung zu geben.“

„Auf der anderen Seite werden bereits langjährig bestehende Mechanismen, wie Selbstbehaltsmodelle, die Beitragsrückerstattung sowie die Rückversicherung neu interpretiert und ermöglichen damit neue Perspektiven zur Risikoabsicherung für die Versicherungsnehmer.“

„Wie es in diesem Bereich weitergehen wird, ist derzeit nicht abzusehen. Neue Player und etablierte Versicherungsunternehmen verändern den Markt und sind dabei Konkurrenten, aber auch Partner und spornen sich gegenseitig an.“

HBA-Consulting beschäftigt sich seit längerer Zeit mit den Themenfeldern „Insurtech und Digitalisierung“, um das Angebot an Beratungsleistungen zu ergänzen.

„Wir wissen, dass sich unsere Kunden bereits mit den Fragen der Digitalisierung beschäftigen und erwarten, dass unser ausgeprägtes Know-how an der Schnittstelle zwischen Versicherungsfachlichkeit und IT und unsere Ideen zur Veränderung der Geschäftsmodelle entscheidende Impulse geben können“, so Thomas Meub, der für das Ressort Vertrieb im HBA–Vorstand verantwortlich ist.

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